In den 1990er Jahren wurden auf dem Gelände eines ehemaligen Gas- und Acetylenwerks umfangreiche Boden- und Grundwassersanierungen des ersten Grundwasserleiters durchgeführt. Der Standort liegt im Bereich eines tektonisch stark beanspruchten Gebiets und innerhalb einer Wasserschutzgebietszone. Im Rahmen der Sanierungsüberwachung wurden Teerölverunreinigungen des zweiten Grundwasserleiters festgestellt, die weitere Erkundungsmaßnahmen erfordern. Aufgrund der komplexen Standortgegebenheiten erfolgt ein adaptives Vorgehen. U.a. wurde ein konzeptionelles Standortmodell mit Fokus auf die Teerölausbreitung entwickelt. Zum besseren Verständnis der Teerölausbreitung im Kluftaquifer wurde weiterhin ein pysikalisches Standortmodell erstellt. Halbjährlich erfolgte ein Monitoring der Schadstoffkonzentrationsentwicklung und Dokumentation der Teerölphasenmächtigkeit in den Bestandsmessstellen.
Zur Abgrenzung des Teerölschadens und zur Verifizierung des Standortmodells sind weitere Erkundungsmaßnahmen erforderlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gewinnung vertiefter Kenntnisse über das Kluftsystem sowie vermuteter Stauzonen. In einem ersten Schritt sind die Einrichtung weiterer Grundwassermessstellen und die Durchführung geophysikalischer Untersuchungen geplant.
Hierzu unser Fachbeitrag im altlastenspektreum 2/2025 https://www.klinger-partner.de/publikationen/fachbeitrag-zu-einem-komplexen-altlastenstandort---expertise-aus-unserem-team.

- Auswertung bereits durchgeführter Untersuchungen
- Adaptive Erkundungsstrategie
- Projektmanagement
- Projektkoordination
- Jour fixe, Informationsveranstaltungen
- Konzeptionelles Standortmodell
- Physikalisches Standortmodell
- Monitoring (Stichtagsmessung,-beprobung)
- Bohranzeige gem. §43 WHG
- fachgutachterliche Bohrbegleitung
- Begleitung geophysikalischer Untersuchungen
- Vorbereitung von Ausschreibungsunterlagen (AVA-Plan)
- Einbindung externer Expertise
- Arbeitssicherheitsplan (A + S)
- Halbjährliche Stichtagsmessung und Beprobung von ca. 35 Grundwassermessstellen.
- Kontinuierliche Überwachung von Wasserständen, Leitfähigkeiten, pH-Wert mittels Datenloggern.
- Messung Teerölmächtigkeit
- Schadstoffuntersuchungen auf PAK, BTEX, MKW, NSO- Heterozyklen
- Fachgutachterliche Begleitung von Bohrarbeiten zur Einrichtung 11 weiterer Grundwassermessstellen mit bis zu 2 Sperrohren (in Vorbereitung).
