Publikationen
Startseite

🔨🌱 Sicher und nachhaltig: Rückbau Rappenbaumschule Böblingen

No items found.
Wenn Sie das Video abspielen möchten,
akzeptieren sie unsere Cookie-Richtlinien.
Jetzt abspielen

Im Auftrag der Stadt Böblingen findet derzeit der Rückbau der Rappenbaumschule auf dem Rappenbaumgelände statt. Aktuell befindet sich das Projekt in der Ausführung und soll bis Mai 2026 abgeschlossen werden.

Hierbei übernimmt KuP alle Leistungsphasen – von der technischen Erkundung über die Planung der Durchführung, Genehmigungen etc. bis hin zur Überwachung, Dokumentation und SiGeKo.

Im Zuge der technischen Erkundung wurde das Gebäude mehrfach untersucht. Dabei zeigte sich ein sehr komplexes Schadstoffbild, weshalb das Gebäude bis ins kleinste Detail erkundet wurde. Zusätzlich erfolgte eine detaillierte Auswertung vorhandener Pläne, um die Lage einzelner schadstoffbelasteter Bauteile exakt zu bestimmen.


Diese gewonnenen Daten bildeten das Fundament für die Erstellung von Rückbau-, Schadstoffsanierungs- und Entsorgungskonzepten sowie für die Ausschreibung.

Neben einer sehr hohen Belastung an PCB in Fugen, Dämmstoffen aus künstlichen Mineralfasern sowie PAK-haltigen Baustoffen wurde unter anderem ein großes Vorkommen von Asbest festgestellt – u. a. in der bituminösen Dachabdichtung, im Bodenaufbau, im Fliesenkleber sowie weiteren Baustoffen. Auch innerhalb der Konstruktion der Stahlbeton-Skelettbauweise im Gebäude und an der Fassade wurden Asbestvorkommen nachgewiesen.

Diese Befunde führten zu einer umfangreichen Gebäudeschadstoffsanierung, mit dem Ziel, alle schadstoffbelasteten Baustoffe konsequent zu separieren, sodass möglichst viele Baustoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden können.
Hierfür mussten einzelne Asbestvorkommen innerhalb der Konstruktion freigelegt und demontiert werden. Dazu wurden Deckenelemente sowie auf Stützen aufliegende Träger mittels hydraulischer Stützen angehoben. Vor der finalen Durchführung wurde dieses Verfahren an mehreren Stellen in abgeschotteten Bereichen messtechnisch begleitet, um eine mögliche Faserfreisetzung zu bestimmen.

Der Rückbau erfolgt durchgehend im Einklang mit den ökologischen und statischen Vorgaben. Um zeitliche Einschränkungen zu berücksichtigen, wurde mit den Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten frühzeitig begonnen, sodass auch bei unvorhersehbaren Maßnahmen das Projekt im vorgesehenen Zeitfenster bleibt.

Aktueller Stand: Das Projekt befindet sich derzeit im Kosten- und Zeitrahmen.

📰 Mehr Einblicke zum Projekt gibt es in einem Presseartikel der SZ/BZ von Daniel Krauter vom 16. Januar 2026.

Bilder: Dettenmeyer/SZBZ

Ansprechpartner:
Maximilian Deeg
Hauptarbeitsgebiet:
Altlasten/ Rückbau
Quelle: