


Das geographische Informationssystem für die Klärwerke der Stadt Stuttgart dient zur Dokumentation, Verwaltung und Präsentation aller relevanten Daten. Die Klärwerke Plieningen (133.000 EW) und Möhringen (160.000 EW) sind vollständig erfasst, das HKW Mühlhausen (1,2 Mio. EW) wird z. Zt. bearbeitet. Vermessungstechnische Aufnahmen mit Laserscanning und Photogrammetrie werden ins System eingepflegt.
Für die Nutzer der Auskunftsstationen wurde ein Tool erstellt, um schnelle und übersichtliche Abfragen zu ermöglichen.

Das Mineralölwerk war über Jahrzehnte die Sammelstelle für Altöl aus der Region Stuttgart. Die Handhabung und Lagerung der eingesetzten Stoffe und der dabei anfallenden Abfallstoffe verursachte erhebliche Kontaminationen im Untergrund des Betriebsgeländes. Zur Sicherung der Baugrube war ein aufwändiger Spezialtiefbau notwendig. Zur Beseitigung von Kontaminationen, die nicht durch Bodenaustausch entfernt werden konnten, wurde 2006 eine Grundwasserreinigungsanlage in Betrieb genommen.

Zur Realisierung des mehrstufigen Ausbaukonzeptes erfolgte im 2. Bauabschnitt ein Teilausbau der Kläranlage auf 36.000 EW realisiert. Die Altanlage wurde teilweise saniert. Die Gesamtplanung führte Klinger und Partner durch, Bauzeit war von Juli 1998 bis April 2001.
3. Bauabschnitt 2012: Betreuung der Versuche zur Schlammentwässerung und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur zukünftigen Schlammbehandlung.
2013: Variantenuntersuchung zur Aufstellung der Zentrifuge sowie zum Abwurf und der Zwischenspeicherung des entwässerten Klärschlamms. Neuplanung einer Hochleistungszentrifuge als Ersatz der Kammerfilterpresse Baujahr 1976.
2014: Realisierung der neuen Schlammentwässerung.

Der unzureichende Abflussquerschnitt des Schornbaches führte in der Vergangenheit häufig zu Ausuferungen und Hochwasserschäden in der Ortslage von Schorndorf.
Durch den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens am nördlichen Stadtrand konnte der Hochwasserschutz für das nördliche Stadtgebiet ohne zusätzliche Maßnahmen am Fließgewässer erheblich verbessert werden.
Das Dammbauwerk des Rückhaltebeckens mit einer Dammkrone von rund 315 m Länge wurde direkt unterhalb des Brückenbauwerkes der B29 (Schornbachtalbrücke) errichtet und fügt sich daher gut in die Landschaft ein.

Die Kläranlage Strudelbach der Stadt Vaihingen/Enz wird seit 1996 in verschiedenen Stufen erweitert. Zunächst wurde aus der Vorklärung eine N/DN-Stufe abgeteilt. Danach erfolgte die große Erweiterung um eine parallele Anlage und die stufenweise Überleitung der Kläranlage Vaihingen/Enz. Klinger und Partner erbrachte sämtliche Planungs- und Fachingenieurleistungen für das Objekt. Insbesondere für Pumpwerke, Schlammentwässerung, Belüftung und Vorreinigungsanlagen fielen umfangreiche Leistungen der Maschinen-, Verfahrens- und Prozesstechnik an.

Als das am Standort bestgeeignete Dichtungssystem wurde eine Kombination aus geringmächtiger mineralischer Dichtung und Kunststoffdichtungsbahn gewählt. Die Genehmigungsplanung zur Oberflächenabdichtung wurde 1995 fertiggestellt. Die Bauausführung erfolgte von Mitte 2006 bis Juli 2010.
Das gesamte Projektmanagement sowie alle Ingenieurleistungen für Planung, Bauüberwachung und Sondergutachten wurden von Klinger und Partner aus einer Hand erbracht. Die gesamte Projektlaufzeit betrug ca. 14 Jahre.

Im Rahmen des Neubaus der B10 zwischen Plochingen und Ebersbach musste die Fils bei Reichenbach auf rund 1,4 km Länge verlegt und neu gestaltet werden.
Es wurde ein gegliederter Querschnitt mit variablen Vorlandbreiten und einer Sohlbreite des Hauptgerinnes mit 15,00 m gewählt. Der Abflussquerschnitt wurde auf HHQ 460 m³/s bemessen. Zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit wurde eine neue Wehranlage mit integriertem Fischaufstieg gebaut.

Zur Abgrenzung der unterschiedlichen Abfälle auf der Deponie wurde eine Kombinationszwischenabdichtung sowie –basisabdichtung mit einer separaten Sickerwasserfassung und –ableitung gebaut. Hierfür musste ein Erschließungsbauwerk, bestehend aus Eingangsgebäude mit Technikzentrale und Schwarz-Weiß-Anlage, einem Verbindungsstollen (hergestellt mittels Rohrvortrieb DN 2400) und dem Schachtbauwerk zur Reinigung und Inspektion der Sickerwasserdrainagen erstellt werden.

Für die Ablagerung von Siedlungsabfällen wurde die erste Teilfläche der Deponie Burghof im Jahr 1985 in Betrieb genommen. Entsprechend der fortschreitenden Verfüllung mit Abfällen wurde bei weiteren Flächen abschnittsweise die Basisabdichtung mit Einrichtungen zur Sickerwasserfassung und -ableitung ausgebaut. Während der Deponielaufzeit wurden Einrichtungen zur Fassung und schadlosen Beseitigung bzw. Verwertung von Deponiegas installiert. Durch eine Müllumladestation ist die Abfallanlieferung vom Abfalleinbau getrennt. Das hochbelastete Deponiesickerwasser wird in einer Reinigungsanlage vorbehandelt. Ein modernes Betriebsgebäude sichert eine qualifizierte Führung und Überwachung des Deponiebetriebs.