


Im Rahmen des Neubaus der B10 zwischen Plochingen und Ebersbach musste die Fils bei Reichenbach auf rund 1,4 km Länge verlegt und neu gestaltet werden.
Es wurde ein gegliederter Querschnitt mit variablen Vorlandbreiten und einer Sohlbreite des Hauptgerinnes mit 15,00 m gewählt. Der Abflussquerschnitt wurde auf HHQ 460 m³/s bemessen. Zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit wurde eine neue Wehranlage mit integriertem Fischaufstieg gebaut.

Zur Abgrenzung der unterschiedlichen Abfälle auf der Deponie wurde eine Kombinationszwischenabdichtung sowie –basisabdichtung mit einer separaten Sickerwasserfassung und –ableitung gebaut. Hierfür musste ein Erschließungsbauwerk, bestehend aus Eingangsgebäude mit Technikzentrale und Schwarz-Weiß-Anlage, einem Verbindungsstollen (hergestellt mittels Rohrvortrieb DN 2400) und dem Schachtbauwerk zur Reinigung und Inspektion der Sickerwasserdrainagen erstellt werden.

Für die Ablagerung von Siedlungsabfällen wurde die erste Teilfläche der Deponie Burghof im Jahr 1985 in Betrieb genommen. Entsprechend der fortschreitenden Verfüllung mit Abfällen wurde bei weiteren Flächen abschnittsweise die Basisabdichtung mit Einrichtungen zur Sickerwasserfassung und -ableitung ausgebaut. Während der Deponielaufzeit wurden Einrichtungen zur Fassung und schadlosen Beseitigung bzw. Verwertung von Deponiegas installiert. Durch eine Müllumladestation ist die Abfallanlieferung vom Abfalleinbau getrennt. Das hochbelastete Deponiesickerwasser wird in einer Reinigungsanlage vorbehandelt. Ein modernes Betriebsgebäude sichert eine qualifizierte Führung und Überwachung des Deponiebetriebs.