November 2016

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Bad Cannstatt umfasst rund 22 Hektar und ist eine der prominentesten Flächen der Innenentwicklung in Stuttgart. Das Amt für Umweltschutz entwickelte für dieses Gebiet ein Konzept zur nachhaltigen Wärmeversorgung, dessen Eckpunkte vom Gemeinderat am 26.07.2011 beschlossen wurden. Dabei soll Abwasser als Hauptwärmequelle genutzt werden.

Der Entzug der Wärme soll im Hauptsammler „rechts des Neckars“ erfolgen, der z.B. das Abwasser von Esslingen, Ober- und Untertürkheim ableitet. Dieser Hauptsammler wird im Zuge des Gesamtprojekts aus verschiedenen Gründen sowieso umverlegt werden, nach aktuellen Planungen im Zeitraum vom 1. Quartal 2017 bis zum 1. Quartal 2018.

Die Klinger und Partner GmbH berät das Amt für Umweltschutz in allen Belangen der Abwasserwärmenutzung und hat den Auftrag, den Wärmeentzug zu planen (Stand: 01/2017: Angebotsprüfung und Vorbereitung der Vergabe).

Nachdem verschiedenste Anordnungen, Orte und Mengen des Wärmeentzugs untersucht wurden, wurde nun die Vorzugsvariante gewählt. Diese umfasst einen Wärmeentzug von 2,1 MW über Wärmetauscher, die an der Sohle des neuen Kanals befestigt werden. Um die Wärmetauscher frei von Ablagerungen zu halten, wird oberstromig von der Wärmetauscherstrecke ein Spülschild in den Kanal integriert. Die Anlage wird die Größte ihrer Art in Deutschland werden.

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  • Ansprechpartner: Jan Butz

  • Hauptarbeitsgebiet:
    Erneuerbare Energien
  • Arbeitsgebiet:
    Abwasserwärme

Für weitere Informationen zum Thema Abwasserwärmenutzung und zu aktuellen Projekten steht Ihnen Herr Dr.–Ing. Jan Butz zur Verfügung.